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Kaufkosten

Kaufnebenkosten in Österreich: Was beim Immobilienkauf dazukommt

Beim Immobilienkauf zählt nicht nur der Kaufpreis. In Österreich kommen mehrere einmalige Kostenblöcke dazu, die den finanziellen Vergleich zwischen Mieten und Kaufen deutlich verändern können.

Kurze Antwort

Zuletzt aktualisiert: 2. Juni 2026. Die Beispielwerte orientieren sich an den Standardannahmen des Rechners und sind direkt im Rechner anpassbar.

Kaufnebenkosten liegen in Österreich oft grob im Bereich von rund 9 bis 12 Prozent des Kaufpreises, können aber je nach Makler, Finanzierung, Vertragserrichtung, Grundbuchsituation und möglichen Befreiungen deutlich abweichen. Im Mieten-vs-Kaufen-Vergleich sind sie wichtig, weil sie sofort anfallen und nicht den Immobilienwert erhöhen.

Warum das für den Vergleich zählt

Jeder Euro Kaufnebenkosten ist Kapital, das nicht mehr angelegt werden kann und beim späteren Verkauf nicht automatisch zurückkommt. Kaufen startet dadurch mit einem finanziellen Rückstand, der über Wertentwicklung, Tilgung und eingesparte Miete erst aufgeholt werden muss.

Faustformel für die erste Einschätzung

Als grobe Orientierung: Kaufpreis plus Grunderwerbsteuer, Grundbuch, Vertragserrichtung, mögliche Maklerprovision und Finanzierungskosten. Im Rechner wird daraus nicht nur eine Nebenkosten-Summe, sondern ein Startnachteil gegenüber Mieten.

Welche Kosten dazukommen

KostenblockRechner-AnnahmeWorauf achten?
Grunderwerbsteuer3,5 %Sonderfälle und Befreiungen können abweichen.
Grundbuch Eigentum1,1 %Befristete Gebührenbefreiungen können relevant sein.
Pfandrecht / Hypothek1,2 %Wird auf den Pfandbetrag beziehungsweise Kreditbezug gerechnet.
Notar oder Anwalt1,5 %Vertrag, Treuhand, Beglaubigung und Grundbuchsantrag prüfen.
Makler3,6 %Beim Kauf kann Käuferprovision anfallen; ohne Makler fällt sie weg.
Bankkosten0,5 %Bearbeitung, Bewertung und Konditionen unterscheiden sich stark.

Wichtig ist die Trennung zwischen Kosten auf den Kaufpreis und Kosten auf den Kredit. Grunderwerbsteuer, Grundbuch, Notar/Anwalt und Makler hängen meist am Kaufpreis. Pfandrecht und manche Bankkosten hängen dagegen an der Finanzierung.

Hauskauf Kosten Österreich: die wichtigsten Blöcke

Wer nach Hauskauf Kosten in Österreich sucht, meint meistens nicht nur die monatliche Kreditrate. Entscheidend sind die einmaligen Kaufnebenkosten: Grunderwerbsteuer, Grundbuch, Pfandrecht bei Finanzierung, Vertragserrichtung, mögliche Maklerprovision und Bankkosten.

Diese Blöcke sind im Rechner getrennt editierbar, weil ein Kauf ohne Makler, ein hoher Eigenkapitalanteil oder ein anderer Vertragserrichtungsaufwand das Ergebnis spürbar verändern kann.

Beispiel: 400.000 Euro Kaufpreis

Bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro können bereits wenige Prozentpunkte viel ausmachen. Die folgenden Beispiele zeigen, warum die gleiche Wohnung je nach Makler- und Finanzierungssituation einen anderen Kapitalbedarf erzeugt.

Mit Makler und Kredit

Standardfall im Rechner: Käuferprovision, Grundbuch, Pfandrecht, Vertrag/Notar und Bankkosten.

€ 43.900

11,0 % des Kaufpreises

Kaufpreis
€ 400.000
Eigenkapital
€ 100.000
Kredit
€ 300.000

Ohne Käufermakler

Gleicher Kaufpreis und Kredit, aber ohne Käuferprovision. Das kann den Startaufwand deutlich senken.

€ 29.500

7,4 % des Kaufpreises

Kaufpreis
€ 400.000
Eigenkapital
€ 100.000
Kredit
€ 300.000

Ohne Pfandrecht und Bankgebühr

Vereinfachtes Barkauf-Szenario ohne grundbücherliche Kreditbesicherung und ohne Bankgebühr.

€ 38.800

9,7 % des Kaufpreises

Kaufpreis
€ 400.000
Eigenkapital
€ 400.000
Kredit
€ 0

Entscheidend ist nicht nur die Summe

Kaufnebenkosten verändern auch die Opportunitätskosten: Das Geld fehlt im Miet-Szenario als Anlagekapital und im Kauf-Szenario als Eigenkapitalpuffer.

Wie der Rechner Kaufnebenkosten behandelt

Der Rechner behandelt Kaufnebenkosten als einmalige Transaktionskosten. Sie erhöhen nicht den Immobilienwert. Dadurch wird sichtbar, wie stark die Nebenkosten den Break-even zwischen Mieten und Kaufen verschieben.

Die Annahmen sind editierbar, weil reale Kaufverträge, Maklerkonstellationen, Bundeslandwerte, Bankkosten und mögliche Befreiungen voneinander abweichen können. Die Details stehen in der Methodik. Wenn du den Effekt auf die Gesamtentscheidung sehen willst, ist der Wien-Artikel zu Wohnung kaufen oder mieten in Wien ein gutes Beispiel für konkrete Szenarien.

Quellen und Einordnung

Die Seite ersetzt keine Rechts- oder Finanzberatung. Für offizielle Details zu Steuer, Grundbuch und Maklerprovision verweisen die wichtigsten Primärquellen auf:

Kaufnebenkosten in dein Szenario einrechnen

Häufige Fragen

Sind Kaufnebenkosten Eigenkapital?

Praktisch müssen Kaufnebenkosten oft aus verfügbarem Kapital bezahlt werden, weil sie keinen direkt beleihbaren Immobilienwert schaffen. Ob und wie viel mitfinanziert wird, hängt vom Kredit und der Bank ab.

Wer zahlt den Makler beim Immobilienkauf?

Beim Kauf kann eine Provision für Käuferinnen und Käufer anfallen, wenn ein Makler die Kaufgelegenheit vermittelt. Die konkrete Vereinbarung und die gesetzlichen Höchstgrenzen sind entscheidend.

Kann man Kaufnebenkosten mitfinanzieren?

Das ist möglich, aber nicht automatisch. Eine Mitfinanzierung erhöht den Kreditbetrag, die Zinskosten und meist auch das Finanzierungsrisiko.

Sind Kaufnebenkosten beim Verkauf verloren?

Sie sind keine verlorene Miete, aber sie erhöhen den Startaufwand des Kaufs. Damit Kaufen finanziell vorne liegt, muss dieser Startnachteil über den Zeitraum wieder aufgeholt werden.

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