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Österreich

Ab wann lohnt sich Kaufen in Österreich?

Kaufen lohnt sich nicht automatisch, nur weil die Miete hoch ist. In Österreich zählen vor allem Kaufnebenkosten, Kredit, Eigenkapital, Instandhaltung, Wertentwicklung, ImmoESt-Annahme und Haltedauer.

Kurze Antwort

Zuletzt aktualisiert: 2. Juni 2026. Die Beispiele sind Rechnerannahmen für private Wohnimmobilien, keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung.

In Österreich lohnt sich Kaufen im Modell eher, wenn die Immobilie lange gehalten wird, die Kaufnebenkosten nicht zu hoch ausfallen, die Miete für ein vergleichbares Objekt stark steigt und das eingesetzte Eigenkapital nicht alternativ deutlich besser investiert werden könnte.

Der Startnachteil ist in Österreich wichtig

Grunderwerbsteuer, Grundbuch, Pfandrecht, Makler, Notar und Bankkosten fallen am Anfang an. Dieser Startnachteil muss durch Tilgung, Wertentwicklung oder eingesparte Miete erst wieder aufgeholt werden.

Die wichtigsten Treiber

FaktorWirkung auf den Break-even
KaufnebenkostenGrunderwerbsteuer, Grundbuch, Pfandrecht, Vertrag/Notar, Makler und Bankkosten erhöhen den Startaufwand.
HaltedauerJe kürzer die Haltedauer, desto stärker wiegen die einmaligen Transaktionskosten.
MietniveauHohe Miete stärkt Kaufen; günstige oder regulierte Miete stärkt Mieten.
KreditzinsHöhere Zinsen erhöhen die laufende Belastung und senken den frühen Kaufvorteil.
AlternativrenditeWenn Eigenkapital alternativ gut investiert werden kann, muss Kaufen mehr aufholen.
ImmoESt und VerkaufBei nicht befreiten Verkäufen kann die Immobilienertragsteuer den Verkaufserlös reduzieren.

Entscheidung besser verstehen

Beispielrechnungen für Österreich

Die Beispiele nutzen eine Wiener Wohnung mit € 650.000 Kaufpreis,€ 1.620 Monatsmiete, € 150.000 Eigenkapital,3,8 % Kreditzins und österreichischen Kaufnebenkosten.

20 Jahre halten

Standardannahme: Wien, 650.000 Euro Kaufpreis, 1.620 Euro Monatsmiete.

Mieten

€ 48.685 vorne

Break-even
kein Break-even
Kaufnebenkosten
€ 71.550
Monatliche Rate
€ 2.330

10 Jahre halten

Gleiche Wohnung, aber kurze Haltedauer mit hohem Einfluss der Kaufnebenkosten.

Mieten

€ 96.204 vorne

Break-even
kein Break-even
Kaufnebenkosten
€ 71.550
Monatliche Rate
€ 2.330

30 Jahre halten

Längere Haltedauer gibt Tilgung und Wertentwicklung mehr Zeit.

Kaufen

€ 36.743 vorne

Break-even
Jahr 27
Kaufnebenkosten
€ 71.550
Monatliche Rate
€ 2.330

Ohne Käufermakler

Gleiche Annahmen, aber ohne Käuferprovision beim Kauf.

Kaufen

€ 14.791 vorne

Break-even
Jahr 19
Kaufnebenkosten
€ 48.150
Monatliche Rate
€ 2.330

Warum Miete gegen Kreditrate nicht reicht

Die Kreditrate zeigt nur einen Teil der Belastung. Zusätzlich zählen Kaufnebenkosten, Rücklagen, Instandhaltung, Verkaufskosten, mögliche ImmoESt und die Rendite, die das Eigenkapital alternativ erzielen könnte.

Deshalb betrachtet der Rechner das Nettovermögen nach einer Haltedauer: Mieten plus angelegtes Kapital gegen Kaufen, Tilgung, Immobilienwert und Verkaufskosten.

Österreich-spezifische Punkte

  • Grunderwerbsteuer und Grundbuch fallen beim Kauf als einmalige Kostenblöcke an.
  • Die Pfandrechtseintragung und Bankkosten hängen am Kredit und können bei Barkauf-Szenarien anders aussehen.
  • Makler und Vertragserrichtung können den Kapitalbedarf stark verändern.
  • Die ImmoESt kann beim Verkauf relevant sein, sofern keine Befreiung greift.

Für die Details siehe Kaufnebenkosten in Österreich und die Methodik.

Quellen und Einordnung

Die Seite ist eine vereinfachte Modellrechnung. Immobilienertragsteuer, Hauptwohnsitzbefreiung, Vertragserrichtung und Finanzierungsdetails sollten im Einzelfall geprüft werden.

Eigenes Break-even-Szenario rechnen

Häufige Fragen

Ab wann lohnt sich Kaufen in Österreich?

Es gibt keine fixe Jahreszahl. Im Rechner hängt der Break-even vor allem von Kaufnebenkosten, Haltedauer, Miete, Zins, Instandhaltung, Wertentwicklung, ImmoESt-Annahme und Alternativrendite ab.

Warum sind Kaufnebenkosten in Österreich so wichtig?

Sie fallen sofort an und erhöhen nicht automatisch den Immobilienwert. Dadurch startet das Kauf-Szenario mit einem finanziellen Rückstand.

Macht ein Kauf ohne Makler einen großen Unterschied?

Ja. Ohne Käufermakler sinken die einmaligen Kosten im Modell deutlich. Ob das realistisch ist, hängt vom konkreten Objekt und Kaufprozess ab.

Ist die Hauptwohnsitzbefreiung im Rechner enthalten?

Der Rechner kann zwischen Hauptwohnsitz und nicht befreitem Verkauf unterscheiden. Die tatsächliche steuerliche Einordnung sollte individuell geprüft werden.

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